Sechser-Pack von Schackendorf

07:11 13.05.2010 von Ulf Güstrau (0 Kommentare)

Für die Zuschauer wurde vieles geboten, 9 Tore und rassige Zweikämpfe, für die Trainer war das Abwehrverhalten ihrer Mannschaften wohl eher zum Haare raufen, ein 6:8 wäre leicht möglich gewesen. Die Schackendorfer waren dabei extrem anfällig bei Standards (wir leider auch) und obwohl die Schackendorfer bei Eckbällen mit der gesamten Mannschaft in ihrem eigenen Strafraum verteidigten, kamen immer wieder die Wilsteraner zum Kopfball - das war schon sehr kurios. Sven Kolbe nutzte einen dieser Kopfbälle zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung und in der 2. Halbzeit war es Jörn Lüdtke, der nach jedem Standard zum Kopball kam und Richtung Tor köpfte, leider standen dort einfach zu viele Gästespieler im Weg - das war also der Sinn der vielen Abwehrspieler.
Zur Chronologie des Spiels: Der SVA legte los wie die Feuerwehr und hätte nach 12 Minuten mit 3:0 führen können - ja müssen. Fabian Paulsen und Timo Behrens liefen jeweils alleine aufs Tor zu, vertändelten den Ball jedoch. Nach einem Freistoß von Tofte Katzki konnte der Abpraller zweimal nicht versenkt werden.  Aber nach 15 Minuten dann das 1:0 durch Fabi, der es diesmal besser machte und den Torwart umkurvte und zum 1:0 einschob. Was für eine Anfangsviertelstunde, es schien so, als würde der SVA die Schackendorfer überrennen. Doch nur 4 Minuten später schon der Ausgleich, nachdem Jörn Beckmann einen Gegner zu Fall brachte und es Elfmeter gab. Torjäger Bossert verwandelte zum 1:1. Wiederum 4 Minuten später erzielte Sven Kolbe per Kopf nach Ecke von Katzki das 2:1. Da geht doch was! Denkste, ein schnell ausgeführter Freistoß und Mädler zieht aus 25 Metern ab, wobei "Paddex" sehr unglücklich agiert - 2:2. In der 35. Minute dann rot für Merten Albrechtsen, für ein ziemlich dämliches Foul an der Außenlinie. Ob es rot war, konnte ich aus der Entfernung nicht beurteilen, es gab jedoch wenig Proteste. Andererseits beeinflußten die Schackendorfer den Schiri sehr, denn bei jeder Aktion schrien sie wie die sterbenden Schwäne, und das Schreien hat geholfen, denn die Alemannen bekamen zumeist für jedes Foul gleich die gelbe Karte, Schackendorf konnte sich einiges mehr erlauben. Was lernen wir daraus: Ihr müßt mehr schreien und theatralisch sein - nein das wollen wir auch nicht. Oder man drückt es so aus: Die Schackendorfer waren cleverer. So mußte Trainer Berger nach dem Platzverweis handeln und nahm kurz vor der Pause Jörn Beckmann aus dem Spiel, der zudem auch schon gelb-belastet war. Vorher hatte Jörn allerdings in Unterzahl den SVA erneut in Führung gebracht, wiederum nach einer Freistoßvorlage von Christopher Katzki. Aber diese verrückte Halbzeit war immer noch nicht beendet. In der Nachspielzeit stand Bossert plötzlich frei vor dem SVA-Tor und glich erneut aus. Dann war Pause und Zuschauer wie Spieler konnten erstmal durchatmen. Schackendorf machte in der ersten Halbzeit aus jeder Chance ein Tor und der SVA hätte eigentlich mit drei Toren vorne liegen müssen.
Stattdessen steht es 3:3 und die Alemannen mußten die zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten. Ein Zuschauer neben mir unkte zu Beginn der zweiten Halbzeit: "Ich habe große Angst, ich glaube wir gehen hier heute 3:6 oder 3:7 unter". Und damit hatte er am Ende leider Recht. Nach dem Wechsel übernahm Schackendorf klar das Kommando, beim SVA lief ziemlich wenig bis gar nichts mehr zusammen. In der 50., 69. und 85. Minute trafen die Gäste und es hätte zum Schluß auch noch höher ausfallen können. Die Moral der Alemannen war gebrochen. Jetzt gilt es die Köpfe frei zu bekommen. Vielleicht werden einige den heutigen Vatertag dazu nutzen.
Bornhöved/Trappenkamp hat 28 Punkte und Kisdorf ist mit uns punktgleich, wir jedoch mehr Spiele. Es ist aber immer noch alles drin. Denkt daran Jungs, zum Ende der Hinrunde habt ihr drei Siege hingelegt und seid von den Abstiegsplätzen geschossen. Nach diesem Spiel ist die Zuversicht vielleicht geschwunden, aber mit drei Siegen bleibt ihr drin, das wird reichen...
Glaubt an euch, nutzt den heutigen Tag und bereitet euch auf das Heimspiel am Samstag vor. Forza Alemannia!!!!
Es spielten für den SVA: Patrick Ladendorf, Sven Schmerfeld (71. Hinrich Schröder), Rainer Carstens, Manuel Alpen (65. Robert Rath), Merten Albrechtsen, Sven Kolbe, Jörn Beckmann (44. Jörn Lüdtke), Christopher Katzki, Timo Behrens, Steffen Behrens, Fabian Paulsen

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