Träumen erlaubt - SVA gewinnt Spitzenspiel in Edendorf

15:08 16.05.2011 von Ulf Güstrau (0 Kommentare)

Mit einem 2:1- Auswärtssieg beim aktuellen Tabellenführer aus Edendorf halten die Wesemänner ihre Hoffnungen auf die angestrebte Meisterschaft in der Kreisklasse A aufrecht. Nachdem seit letzter Woche klar ist, dass der SVA auf jeden Fall den Relegationsplatz sicher hat, wollte man nun dem Spitzenreiter aus dem Itzehoer Stadtteil noch einmal gewaltig auf die Pelle rücken. Die Devise war eindeutig: Nur ein Sieg kam in Frage. Alles andere hätte nahezu sämtliche Hoffnungen auf einen direkten Aufstieg und die Meisterschaft zerstört.

Die Wesemänner kamen gut aus der Kabine. Waren sofort hellwach, kompromisslos in den Zweikämpfen und auch spielerisch deutlich besser als der Kontrahent. So erspielte man sich schon in der zweiten Minute eine Riesenchance. Der beste Torschütze des Teams, Sascha Tiedemann, vergab jedoch die erste gute Einschussmöglichkeit. Das sollte die Alemannen aber nicht weiter beeinflussen. Es wurde zeitweise auf einem katastrophalen Fussballplatz recht ansehnlicher Fußball gespielt und gefährlich wurde es in den ersten 45 Minuten bis auf ein bis zwei Ausnahmen immer nur vor dem Edendorfer Gehäuse. So dann auch in der 15.Minute. Einen langen Ball von Christoph Thomas  konnte Hauke Brokmann erlaufen und ihn direkt in die Maschen hauen. Ein klasse Treffer, wenn man auch die Entstehungsgeschichte des Tores betrachtet. Der SVA nun mit klaren Feldvorteilen. Edendorf schlug zumeist nur lange Bälle und zeigte sich aufgrund der guten Organisation der Wilsteraner recht einfallslos. Zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff wurde es dann zum ersten Mal so richtig hektisch. Ein schon mit Gelb belasteter Edendorfer stellte eine Entscheidung des Schiedsrichters lautstark in Frage und bekam dafür zurecht die Gelb-Rote Karte. Ein Vorgeschmack auf das ,was später noch alles passieren sollte und offensichtlich perfekt für die Wesemänner. Man bestimmte das Spiel und hatte nun noch einen Mann mehr. Allerdings ist das in dieser Saison so eine Geschichte mit der Überzahl und dem Spielfluss der Alemannen. Alles andere als 11 gegen 11 ist zum Teil Gift für das Wilsteraner Spiel. Warum kann sich eigentlich kaum jemand erklären.

Mit einer verdienten Führung ging es dann in die Kabinen und der Coach zeigte sich zufrieden mit dem, was er von seinen Mannen zu sehen bekam.  Voller Tatendrang und auf einen zweiten Treffer aus ging es wieder auf den Acker in Edendorf. Nachdem man in den ersten Minuten der zweiten Hälfte Ball und Gegner gut laufen ließ und die ein oder andere Chance zum 2:0 erspielen konnte, wendete sich ab der 55.Minute das Blatt zusehends. Edendorf drückte nun mit einem Mann weniger sehr auf das von Marcus Holler gehütete Tor  und setzte die SVA-Defensive doch zeitweise stark unter Druck. Bei den Wesemännern stimmte die Zuordnung nicht mehr und der letzte Wille und die nötige Aggressivität war für 20 Minuten einfach nicht mehr da. In der Drangphase der Edendorfer fiel dann auch der zwischenzeitliche Ausgleich. Ein langer Ball konnte der gegnerische Stürmer erlaufen, setzte sich gegen zwei Verteidiger durch und traf den Ball perfekt zum 1:1. Dies sollte jetzt der Auftakt für eine mehr als hektische und spannende Schlussphase sein. Wilster kam nun wieder vermehrt vor das Tor der Edendorfer und konnte seinerseits gefährlich werden. Freistöße von Enzo Castaldi und Chancen durch Nils Wilstermann und Nino Lappanese konnten jedoch vom Torwart der Gastgeber entschärft werden. Wilster machte nun weiter Druck und fand wieder zurück ins Spiel. In der 70. Minute schwächten sich die Edendorfer dann wieder selbst, indem einer ihrer Spieler eine Tätlichkeit beging. Kurzzeitig spielte man sogar mit 2 Mann mehr, konnte daraus aber leider kein Kapital schlagen, zumal sich in der 75. Minute dann auch ein Wilsteraner in Form von Sascha Tiedemann mit Gelb-Rot vom Spielgeschehen verabschiedete. Nun hieß es 10 Wilsteraner gegen 9 Edendorfer um den letzten Funken Hoffnung auf die Meisterschaft. Doch dafür musste ein Sieg her und der SVA erhöhte nun nochmals das Tempo und nutzte geschickt die sich darbietenden, freien Räume, schoss jedoch einfach kein Tor. Man ließ sich aber nicht entmutigen und lief weiter an. In der 90.Minute dann die Riesenchance zum Siegtreffer für Alexander Pech. Beschreiben wir seinen Abschluss einfach mit seinem Nachnamen. Das müsste es wohl nun endgültig gewesen sein. Das schien der Tenor auf dem Feld und abseits des Platzes gewesen sein. Doch noch war etwas Zeit. Vielleicht noch für ein bis zwei Angriffe und die sollten dem SVA gehören. In der 92. Minute, vier Minuten Nachspielzeit waren angezeigt worden, dann der entscheidende Angriff. Im Mittelfeld eroberte Hannes Kattner den Ball und leitete ihn weiter zu Enzo Castaldi, dieser spielte sich dann selbst im Doppelpass mit einem seiner Teamkameraden frei, schloss ab, der Schuss wurde abgefälscht und tröpfelte genau vor die Füße von Nino Lappanese. Dieser hatte dann keine Mühe, den Ball zum erlösenden Siegtreffer einzuschieben. Der Jubel war riesig und der Nachmittag schien ein Happy-End zu finden. In der letzten Aktion sogar dann noch die Chance für Mischa von Holdt zum 3:1, aber….naja, Mischa konnte sich einfach nicht entscheiden, ob er auf´s Tor schiessen oder zur Eckfahne rennen sollte. Somit war es das. Stop, noch nicht ganz. Zu guter Letzt flog noch nach dem Schlusspfiff ein weiterer Edendorfer vom Platz. Konnte sich wohl auch nicht so recht beherrschen. Aber gut, was bleibt festzuhalten? Die Wesemänner gewinnen verdient 2:1 in Edendorf, haben nun noch 2 Spiele zu spielen und einen Punkt Rückstand auf die Tabellenspitze. Man ist auf Hilfe aus Kiebitzreihe oder Heiligenstedten angewiesen, um noch den ersten Platz zu erreichen. Es mag unwahrscheinlich sein, dass sich Edendorf das noch nehmen lässt, aber die Hoffnung ist in jedem Fall noch da.

Träumen ist erlaubt und bis zur letzten Minute in dieser Saison wird die Mannschaft alles Erdenkliche dafür tun, um dieses Ziel noch zu erreichen.

 

JMH

XXXXXXXXXXXXXX

Zurück

Einen Kommentar schreiben

XXXXXXXXXXXXXX
Aktuelles

INTERSPORT kicker Fußballcamp SV Alemannia Wilster