Schlecht gespielt, trotzdem gewonnen- 3:1 im Derby gegen Brokdorf/Flethsee

56:17 25.10.2010 von Ulf Güstrau (0 Kommentare)

Am Samstag war es wieder so weit: Derbyzeit in Wilster, denn die Spielgemeinschaft aus Brokdorf/Flethsee war zu Gast auf dem Büttel, um dort für die nächste negative Überraschung aus Wilsteraner Sicht zu sorgen. Nachdem im Pokal eine, unter welchen Umständen auch immer, zusammengewürfelte SVA-Mannschaft aus dem Wettbewerb geschmissen werden konnte, sollte nun auch die Wesemann-Elf ihr blaues Wunder erleben.

Und die Voraussetzungen waren gar nicht so schlecht. Hat man aus Brokdorfer Sicht in der letzten Saison aus zwei Spielen gegen den SVA doch ganze 4 Punkte ergattern können. Für den SVA war die Ausgangslage klar: Alles andere als 3 Punkte wären in diesem Fall nicht diskutabel und so wollte man von Beginn an gleich alles daran setzen, das Spiel  in die richtige Richtung zu lenken.

Dementsprechend legte man los. Ohne die obligatorische Eingewöhnungszeit ließ man Ball und Gegner laufen und konnte so schon früh im Spiel die ersten vielversprechenden Chancen generieren. Eine dieser Chancen nutzte Hauke Brokmann bereits in der 5. Minute zur frühen und zugleich auch wichtigen Führung zum 1:0. Mit viel Auftrieb ging es weiter nur in die Richtung des Brokdorfer Gehäuses. Die nächste  Belohnung für den Aufwand, den man betrieb dann schon in der 10. Minute. Unser Capitano Enzo Castaldi stand goldrichtig und schob unter gütiger Mithilfe des Brokdorfer Schlussmannes zum 2:0 ein. Nach nicht einmal einer Viertelstunde stand es also schon 2:0 und es kam noch besser. Nachdem man weiter am Drücker blieb und auf das dritte Tor drängte, half sogar auch noch der Schiedsrichter nach, indem er nach einer guten halben Stunde einen Brokdorfer mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen schickte. Das Spiel schien nun schon endgültig gelaufen und bei vielen Zuschauern wurden wohl Erinnerungen an das 8:0 gegen Wacken an gleicher Stelle wach. Doch anstatt den zahlreichen Gästen auf der Anlage ein weiteres Spektakel zu bieten, lehnte man sich unerklärlicherweise zurück und das Spiel wurde von Minute zu Minute schlechter. Der Platzverweis kam einer zwischenzeitlichen Lähmung der Alemannen gleich. Von dort an spielte man unkonzentriert, fahrig und zum ersten Mal in dieser Saison wirklich nicht gut. Die Abwehr unsicher, das Mittelfeld unsortiert und beide Stürmer total abgemeldet. Man ließ nun eine Mannschaft wieder ins Spiel kommen, die eigentlich nie eine wirkliche Chance besaß, und das war mehr als überflüssig. Höhepunkt der letzten 15 Minuten vor der Pause war der Anschlusstreffer der Brokdorfer. Nach einem langen Ball, überlief der Brokdorfer Stürmer die komplette Verteidigung der Alemannen und prallte anschließend mit Marcus im Tor zusammen. Ob dies ein Elfmeter war oder nicht, bleibt wohl auch weiterhin Interpretationssache. Der Brokdorfer Kapitän trat an und traf zum 2:1. Keine Chance für Marcus im Tor. Ungläubig ging´s in die Kabine und dort sollte ein ziemlich unzufriedener Coach auf seine Mannschaft warten.

Zu Beginn der zweiten Hälfte zunächst ein unverändertes Bild. Brokdorf versuchte mit den Mitteln, die sie hatten, den Ausgleich zu erzielen und der SVA stand weiter vollkommen neben sich. Mit zunehmender Spieldauer erholte sich die Mannschaft aber. Man spielte nicht mehr ganz so viele Fehlpässe, stand wieder enger an den Leuten und erspielte sich auch endlich wieder Torchancen, um endgültig für die Entscheidung zu sorgen. Die Erlösung dann in der 85. Minute durch einen direkt verwandelten Freistoß von Mischa von Holdt. Die letzten 5 Minuten wurden dann auch noch irgendwie heruntergespielt und so verließ man zum Ende, zwar als verdienter Sieger den Platz, doch freuen wollte sich so recht keiner. Zu enttäuscht war man von der eigenen Leistung. Immerhin 3 Punkte und weiter Tabellenführer. Dass man zurecht dort oben steht, soll nächste Woche in Reher schon um 12 Uhr einmal mehr unter Beweis gestellt werden. Mit der Leistung von Samstag wird es dort wohl mehr als schwer. Wenn sich aber wieder jeder auf sein Spiel konzentriert, dann sind auch dort 3 Punkte machbar.

Für den Derbysieger im Einsatz:

Marcus Holler- Rainer Carstens, Dieter Feldmann, Arne Speerforck, Christioph Thomas- Mischa von Holdt, Hauke Brokmann, Enzo Castaldi, Daniel Jach, Jan-Marten Hasche, Sebastian Dethlefs - Kevin Ladendorf, Sascha Tiedemann,  Julien Krolzig

JMH

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